Drehorgel buchen in Flensburg

Buchen Sie unsere Drehorgel mit dem ganz besonderen nostalgischen Charme der 20er Jahre. Unser Drehorgel Spieler weiß mit seiner Drehorgel umzugehen und ist ein Publikumsmagnet für jung und alt. Wenn man von Weitem die Klänge der Drehorgel hört, muss man einfach wissen, wo diese herkommen.

Bekannt ist die Drehorgel seit Beginn des 18. Jahrhunderts bereits als Instrument für Straßenmusiker und Gaukler zu Unterhaltung der Menschen. Drehorgeln werden in speziellen Drehorgel-Manufakturen hergestellt. Unsere Violinopan Drehorgel kommt aus der angesehenen Manufaktur Stüber in Berlin.

Wenn Sie unsere Drehorgel buchen, kommt unser Drehorgel-Spieler natürlich im Look der 20er Jahre, standardmässig im Streetworker Outfit. Auf Wunsch sind natürlich auch andere Kostüme möglich, wie z.B. dem Knickerbocker Look. Ebenso können Sie den Drehorgel Spieler auch im Outfit Ihres Unternehmens für Ihre Gäste / Kunden spielen lassen.

Wenn die Drehorgel platziert ist, benötigt sie ca. 30 Minuten zur Akklimatisierung, bevor sie gespielt werden kann. Wir können auf der Drehorgel Seemannslieder, Märsche, Weihnachtslieder, Volksweisen und Lieder der 1920er Jahre spielen. Der Drehorgelspieler und seine Drehorgel benötigen einen Platz von ca 1 x 2 m für Ihren Auftritt.

Die Drehorgel ist seit vielen Jahren erfolgreich in Europa unterwegs. Buchen Sie die Drehorgel für Kongresse, Tagungen, Messen, Geschäftseröffnungen, Jubiläen, Tag der offenen Tür oder andere Events. Sie können die Drehorgel auch für Filmproduktionen buchen.

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Geschichte von Flensburg

Auf dem Stadtgebiet wurden verschiedene Spuren menschlichen Lebens und Wirkens aus der Zeit der Vor- und Frühgeschichte entdeckt. Stätten, die von diesen Zeiten zeugen, sind unter anderem die Grabhügel Friedenshügel, Nonnenberg und Weinberg.

Ursprung des Namens

Die Herkunft des erstmals 1248 erwähnten Stadtnamens Flensburg konnte noch nicht geklärt werden. Einer Sage nach gab Herzog Knud Lavard einem Ritter Fleno den Auftrag, am Ende der Förde eine Burg zu errichten. Diese Fleno-Burg solle der Stadt ihren Namen gegeben haben. Eine neuere Theorie besagt, dass sich der Name von einer kleinen Turmfestung ableite, deren Fundamente in der Nähe der Marienkirche gefunden wurden und die auf etwas wie einer Art kleinen Insel, Halbinsel oder Landzunge lag.

Neben dem Gründungsmythos um den Ritter Fleno besitzt Flensburg einen apokalyptischen Mythos zu seinem Untergang, dessen Ausgangspunkt sich beim Hafermarkt befinden soll und in dem das Schwarze Schwein eine entscheidende Rolle spielt.

Anfänge Flensburgs

Spätestens Mitte des 12. Jahrhunderts entstand im inneren Bereich der Flensburger Förde eine Handels- und Fischersiedlung rund um Sankt Johannis. Die St. Johannis-Siedlung zählte aufgrund ihres Standortes zur Husbyharde in Angeln. Im Jahr 1170 entstand in Verlängerung vom westlichen Fördeufer zudem das Kirchspiel Sankt Marien, um 1200 schließlich Sankt Nikolai und zuletzt im Jahr 1290 Sankt Gertrud. Diese Seite zählte zur Wiesharde und lag im Einzugsbereich des Bachs Scherrebek. Beide Gebiete waren damals Teil vom Königreich Dänemark. Historiker nehmen an, dass es mehrere Gründe für die Siedlungswahl an diesem Standort gab. Nach der Überwindung der wendischen Land- und Seeherrschaft infolge der Versöhnung des Dänenkönigs Waldemars des I. mit Heinrich dem Löwen war das Leben direkt am Wasser sicherer geworden. Der Ort galt als sicherer Hafen an der Förde mit Schutz vor heftigen Winden. An diesem Ort kreuzten sich zwei bedeutende Handelsstraßen der damaligen Zeit. Es waren der historisch bedeutsame durch ganz Jütland führende Ochsenweg und die Handelsstraße zwischen Nordfriesland und Angeln (einer der Angelbowege). Auch das große Vorkommen von Heringen in der Förde war ein bedeutender Faktor für den wirtschaftliches Wohlergehen.

Im Laufe der Zeit gewannen die kleinen Handelsniederlassungen an Bedeutung und wuchsen immer mehr zusammen. Zu dieser Zeit existierte bereits die Knudsgilde, eine bestimmende Macht in Flensburg, die aus wohlhabenden Kaufleuten bestand und schon damals mit Vorrechten ausgestattet war. Mit ihr konnte auf das Stadtregiment Einfluss ausgeübt werden. Nach Kämpfen zwischen dem dänischen König Erik Plovpenning und seinem Bruder und Nachfolger Abel war der im Dammhofareal aufkeimende Ortskern 1248 zerstört worden. Abel förderte den Wiederaufbau des Ortes. Vermutlich 1263 oder früher wurde das Minoritenkloster erbaut. 1284 verlieh der dänische König Erik Glipping dem neuen Ort das Stadtrecht, dessen Inhalt auf einen sehr regen Handelsverkehr schließen lässt. Herzog Waldemar IV. von Schleswig bestätigte das Stadtrecht. Flensburg wurde rasch die bedeutendste Stadt des Herzogtums Schleswig, eines dänisches Lehen mit dem dänischen König als Lehnsherrn, das im Gegensatz zum südlich angrenzenden Holstein nicht zum Heiligen Römischen Reich gehörte. Wie andere schleswigsche Städte war Flensburg nicht Mitglied der Hanse. Dennoch bestanden enge Handelskontakte zu deutschen und europäischen Hansestädten. Ein bedeutendes Handelsgut zu jener Zeit waren in Salz eingelegte Heringe, die europaweit verschickt wurden.

Die Handelsstadt im Mittelalter und in der frühen Neuzeit

Ab 1409 begannen die Auseinandersetzungen zwischen Holsteinern und Dänen um die Vormacht in Schleswig (siehe auch Sønderjylland). 1411 erreichte Königin Margarethe I. im Vertrag von Kolding die Abtretung großer Teile des Herzogtums Schleswig an Dänemark. Im selben Jahr wurde die Duburg auf dem Marienberg errichtet.

Am 28. Oktober 1412 starb Margarethe I. an Bord eines Schiffes im Hafen von Flensburg an der Pest. Die Pest und andere infektiöse Krankheiten waren für mittelalterliche Städte ein großes Problem. In gewissen Abständen rafften Pocken, die vom Rattenfloh (Xenopsylla cheopis) verursachte Beulenpest, die Rote Ruhr oder andere Seuchen große Teile der Flensburger Bevölkerung dahin. Leprakranke wurden im St.-Jürgen-Hospital (vor 1290 errichtet) isoliert, das vor den Toren der Stadt (heute: St.-Jürgen-Kirche) lag. Um 1500 wurde die Syphilis eingeschleppt. Das kirchliche Hospital Zum Heiligen Geist (heute: Heiliggeistkirche) steht in der Großen Straße (heute Flensburger Fußgängerzone).

Der Alltag der Flensburger war hart, die Verkehrswege waren schlecht. Die Hauptstraßen waren nicht gepflastert und unbeleuchtet. Teilweise waren die Bürger verpflichtet, die von Viehdung durchtränkten Wege mit Holzstegen passierbar zu machen. Fenster hatten nur wenige Patrizierhäuser. Jeder Bürgerhaushalt hielt Vieh in Haus und Hof. Bürger hatten zudem eigene Kuh- und Schweinehirten, die das Vieh tagsüber außerhalb der Stadt hüteten.

Während des Kriegs Dänemarks gegen die Hanse und Holstein eroberten und plünderten 1426 zunächst dänische Söldner die Stadt, im Anschluss 1431 holsteinische und hanseatische Söldner. 1485 kam es in Flensburg zu einem Großbrand. Auch von Sturmfluten blieb die Stadt nicht verschont. Am Kompagnietor lassen sich heute noch die Wasserstände früherer Sturmfluten ablesen.

Ab 1526 fasste die lutherische Lehre in Flensburg Fuß. Damals predigte der Husumer Reformator Hermann Tast in der Stadt. Unterstützt vom jungen Herzog Christian trieb der ehemalige Dominikaner Gerd Slewert die Reformation voran. Am 8. April 1529 kam es zur Flensburger Disputation, ein Religionsgespräch, das im Flensburger St. Katharinenkloster zwischen Melchior Hofmann und Vertretern der lutherischen Geistlichkeit stattfand. In der Folge der Disputation erfolgte die Einführung der lutherischen Reformation in Dänemark und den Herzogtümern Schleswig und Holstein.

Nach dem Niedergang der Hanse im 16. Jahrhundert galt Flensburg als eine der bedeutendsten Handelsstädte im skandinavischen Raum. Selbst bis ins Mittelmeer, nach Grönland und in die Karibik reichten die Handelsbeziehungen der Flensburger Kaufleute. Die wichtigsten Handelswaren waren neben den Heringen zunächst Zucker und Tran, der auf der so genannten Grönlandfahrt durch Walfang gewonnen wurde. Erst der Dreißigjährige Krieg beendete die Blütezeit. Der Einfall der Kaiserlichen unter Wallenstein 1627 und 1628 wie auch die Dänisch-Schwedischen Kriege 1643–1645 und 1657–1660 schlugen dem Wohlstand der Stadt erhebliche Wunden.

Wiederaufschwung als Rumstadt im 18./19. Jahrhundert

Im 18. Jahrhundert erlebte Flensburg dank des Rumhandels eine zweite Blüte. Der Rohrzucker wurde aus Dänisch-Westindien importiert und in Flensburg raffiniert, vermutlich im Rahmen des Dreieckshandels. Im 19. Jahrhundert, im Zuge der Industrialisierung, konnten sich die Flensburger Zuckerraffinerien nicht mehr gegen die Konkurrenz der benachbarten Metropolen Kopenhagen und Hamburg behaupten.

Der in Flensburg verschnittene Rum war ein Ausweichgeschäft im Westindienhandel, von wo er eingeführt und als Rum-Verschnitt in ganz Europa vertrieben wurde. Nach dem Deutsch-Dänischen Krieg wurde der Rum ab 1864 statt aus Dänisch-Westindien aus dem damals britischen Jamaika bezogen. Rum wurde in Flensburg aber nie gebrannt, sondern nur weiterverarbeitet. Von einst weit über 20 Rumhäusern (unter anderem Hansen, Pott, Sonnberg, Asmussen und Detleffsen), die die Stadt geprägt haben, besteht heute noch das Rumhaus A. H. Johannsen in der Marienstraße.

Die Stadt begann im 18. Jahrhundert zudem über die Stadtmauer hinauszuwachsen. Es entstand der Stadtteil Neustadt und mit dem Hafermarkt zudem ein weiter Marktplatz nahe St. Johannis. Zwischen 1460 und 1864 war Flensburg nach Kopenhagen der zweitgrößte Hafen im Dänischen Gesamtstaat und außerhalb des Königreiches Dänemark sogar der größte. 1848 kam es im Zuge der Schlacht von Bau zu Kampfhandlungen in der Flensburger Neustadt. Nach dem Deutsch-Dänischen Krieg (1864) kam die Stadt zu Preußen, und die hochdeutsche Sprache, die bereits seit der Reformation zunehmend Fuß im Flensburger Bürgertum gefasst hatte, prägte immer stärker das Leben der Stadt. Dennoch zählt sich bis heute eine beachtliche Minderheit der Flensburger zur dänischen Volksgruppe.

Der Arzt Peter Henningsen gründete 1875 mit Kaufleuten zusammen die Ostseebadgesellschaft und versuchte ein Freibad mit Kurbetrieb an der Flensburger Förde zu etablieren. Von den Plänen verblieb das Strandbad Ostseebad.

Am 1. April 1889 bildete Flensburg einen eigenständigen Stadtkreis (kreisfreie Stadt) innerhalb der Provinz Schleswig-Holstein, blieb aber Sitz des Landkreises Flensburg.

Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg

Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 wurde die Stadtverwaltung auch in Flensburg gleichgeschaltet und mit Wilhelm Sievers ein langjähriges NSDAP-Mitglied zum Oberbürgermeister ernannt. Dieser wurde nach einer parteiinternen Intrige Ende 1935 durch Ernst Kracht ersetzt, der 1937 den Bismarckbrunnen aus ideologischen Gründen entfernen ließ. In der Zeit des Nationalsozialismus wurden Menschen mit jüdischen Hintergrund verfolgt. Am 9. November 1938 wurde der Hof Jägerslust von der Polizei und SS überfallen, wonach fast die gesamte jüdische Familie Wolff, die dort lebte, in ein Konzentrationslager überführt und dort ermordet wurde (vgl. Hof Jägerslust). Heute zeugen 23 Stolpersteine in Flensburg von diesen Verfolgungen. Im Zuge der Aufrüstung wuchs Flensburgs Bedeutung als Marinestützpunkt und Heeresgarnison. Im Jahr 1938 war zudem in der alten Oberrealschule und Landwirtschaftsschule, dem Vorgängerbau der Goethe-Schule, die Zollschule Flensburg eingerichtet worden.

Während des Zweiten Weltkriegs erlitt die Stadt dennoch nur punktuell Kriegsschäden durch 41 Bombenabwürfe, die insgesamt 176 Tote forderten und die Stadt zu 4,7 % zerstörten. Am 19. Mai 1943 starben 15 Kinder und 2 Mitarbeiter eines dänischen Kindergartens, als der Luftschutzkeller an der nahe bei Werft und Kraftwerk gelegenen Batteriestraße einen Volltreffer erhielt. Durch die 41 Luftangriffe auf Flensburg wurden rund 1000 Wohnungen völlig zerstört. Ab 1943 bildeten sich in der Stadt einige Widerstandsgruppen, denen der Pächter des Borgerforeningen, Hanni Matthiesen, angehörte. 1944 wurde das Internierungslager Frøslev angelegt, das nicht sonderlich weit entfernt hinter der Grenze lag. Am 30. November 1944 wurde der in Flensburg aufgewachsene Jens Jessen als Teil des Widerstandes in Berlin-Plötzensee hingerichtet.

Kurz nach dem Krieg, am 14. Juni 1945 forderte in Flensburg ein Explosionsunglück bei einem Munitionslager in Kielseng zahlreiche Opfer. 60 Menschen starben sofort durch die Explosion, insgesamt gab es 88 Tote und mindestens 200 Verletzte.

Kriegsende

Nach dem Suizid Adolf Hitlers am 30. April 1945 und der Eroberung von Berlin im selben Jahr war Mürwik im Mai 1945 für einige Wochen Sitz der letzten Reichsregierung unter der Leitung von Großadmiral Karl Dönitz. Dessen Stab nahm Quartier im militärischen Bereich des vorgenannten Flensburger Stadtteils.[3] Zeitgleich kam über die sogenannte Rattenlinie Nord eine ganze Anzahl von wichtigen NS-Funktionären nach Flensburg – mit dem Ziel, an der Regierung beteiligt zu werden oder der Strafverfolgung der Alliierten zu entgehen und unterzutauchen. Auf diesem Weg wurden vor allem tausende belastete Ärzte, Offiziere und NSDAP-Funktionäre mit neuen Papieren ausgestattet. Sehr nützlich dafür war die noch funktionsfähige Bürokratie der letzten Reichsregierung, die es vollbrachte, aus vielen hochrangigen NS-Verbrechern einfache Wehrmachtsoldaten zu machen. Die Papiere samt Uniformen erhielten sie in der Marineschule Mürwik.

Viele dieser Flüchtigen wurden auf dem Weg nach Süden von den Briten gefangen genommen und auf Grundlage ihrer (neuen) Papiere nach ein paar Monaten als „einfache Wehrmachtsoldaten“ freigelassen, darunter auch der „Marinemaat Franz Lang“, in Wirklichkeit Rudolf Höß, der Lagerkommandant des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau. Dieser wurde erst am 11. März 1946 von britischen Truppen verhaftet, nachdem er sich unter falschem Namen auf dem Hof Hansen in Gottrupel versteckt hatte. Weitere Verbrecher fanden sich, unbehelligt durch die Besatzungszeit rettend, später in hohen Ämtern der späteren Bundesrepublik Deutschland wieder, darunter hohe Positionen in der Medizin, Politik oder Wirtschaft der Bundesrepublik Deutschland. Damit fiel der Stadt Flensburg eine zentrale und weitreichende Rolle in den letzten Kriegstagen und darüber hinaus zu.

Die provisorische Regierung befand sich am Rande der Marineschule Mürwik in der Marine-Sportschule. Dort wurden ihre Mitglieder am 23. Mai 1945 von britischen Truppen abgesetzt und verhaftet.

Nachkriegszeit

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gehörte Flensburg zur Britischen Besatzungszone. Die britische Militärverwaltung richtete in Flensburg zwei DP-Lager zur Unterbringung so genannter Displaced Persons ein. Die Mehrzahl von ihnen waren ehemalige Zwangsarbeiter aus Polen, der Ukraine, dem Baltikum und Jugoslawien.

In der Zeit nach dem Krieg gelangten viele Vertriebene in die Stadt, so dass die Einwohnerzahl 100.000 überschritt und Flensburg für einige Jahre Großstadt war. In dieser Zeit entstand in Flensburg der DRK-Suchdienst. Wie im übrigen Landesteil Schleswig auch entwickelte sich nach 1945 in Flensburg eine relativ starke prodänische Bewegung, die an die Ideen der Eiderdänen anknüpfte. Ziel vieler Anhänger war der Anschluss der Stadt an Dänemark. Flensburg hatte so noch einige Jahre nach 1945 Bürgermeister aus der dänischen Minderheit (vgl. Sozialdemokratische Partei Flensburg).

1956 wurde die Zollschule Flensburg, die zuletzt in der Marineschule Mürwik beheimatet war, aus Flensburg heraus verlegt. Die innerdeutsche Grenze hatte an Bedeutung gewonnen. Der Kalte Krieg hatte begonnen und die Marine benötigte das Gebäude an der Förde wieder und bezog es noch im selben Jahr.

Nach Gründung der Bundesrepublik Deutschland profitierte Flensburg zunehmend von der Ansiedlung militärischer Einrichtungen, die die wirtschaftlichen Nachteile der Randlage der Stadt kompensieren sollten. Auch die Entscheidung, das Kraftfahrtbundesamt in Flensburg anzusiedeln, gehörte in den Kontext der Strukturförderung. Seit der deutschen Wiedervereinigung 1990 nahm die Zahl der Soldaten jedoch wieder um über 8000 ab, da Militäreinrichtungen abgebaut oder in die östlichen Bundesländer verlagert wurden. Insbesondere die größeren schwimmenden Einheiten wurden zusammen mit den landgestützten Versorgungseinrichtungen nach Mecklenburg-Vorpommern verlegt. So entfiel der zeitaufwändige Marsch der Flotteneinheiten durch die Flensburger Förde in ihre Einsatzgebiete in der Ostsee. Heute werden die ehemaligen Hafenanlagen der Bundesmarine durch Sportboote zivil genutzt (Marina Sonwik). Der Abzug so vieler Soldaten nach 1990 trug wesentlich dazu bei, dass Flensburg in eine wirtschaftliche Krise geriet und von hoher Arbeitslosigkeit geplagt wurde.

Eine große Rolle spielt bis heute der deutsch-dänische Grenzhandel. Einige dänische Unternehmen wie Danfoss siedelten sich aus steuerlichen Gründen direkt südlich der Grenze in Flensburg und seinen Nachbargemeinden an.

1970 wurde der Kreis Flensburg-Land um die Gemeinden des Amtes Medelby im Kreis Südtondern erweitert und 1974 mit dem Kreis Schleswig zum neuen Kreis Schleswig-Flensburg vereinigt, dessen Kreissitz die Stadt Schleswig wurde. Damit verlor Flensburg seine Funktion als Kreisstadt, blieb selbst aber eine kreisfreie Stadt.

Während der Schneekatastrophe in Norddeutschland zum Jahresende 1978 war Flensburg von der Außenwelt abgeschnitten. Selbst Bergungspanzern der Bundeswehr gelang es nicht, die Autobahn 7 freizuräumen und der Zugverkehr nach Kiel war lahmgelegt. Begleitet wurde die Katastrophe von einem Hochwasser. Bei einem Wasserstand von bis zu 1,60 m ü. NHN wurden Straßen in Nähe des Hafens überflutet.

21. Jahrhundert

Bundesweit Beachtung fand von 2004 bis 2008 ein Projekt des Vereins Flensburger Baukultur, bei der Flensburger Stadtdenker die Stadt aus einem unvoreingenommenen Blickwinkel betrachteten und mit neuen Ideen zur stadtplanerischen Entwicklung beitrugen.

Bundesweit in die Schlagzeilen geriet im April 2010 der Hells Angels MC Chapter Flensburg, ein Chapter der Hells Angels Deutschland, als der damalige Innenminister Klaus Schlie (CDU) sowohl den Flensburger Hells Angels als auch den Neumünsteraner Bandidos ein Vereinsverbot aussprach, weil „Gastwirte um Schutzgeld erpresst, ein verfeindeter Bandido auf einer Autobahn attackiert und Waffen gehortet“ worden sein sollen. Das Oberverwaltungsgericht Schleswig bestätigte das Verbot im Juni 2012. Trotz des Verbotes blieben die Rocker weiter aktiv. Daher leiteten zwei Jahre später im Juni 2014 die Staatsanwaltschaft Flensburg und das Landeskriminalamt Schleswig-Holstein eine Großrazzia ein, bei der 13 Wohnungen in Flensburg und Umgebung, das Vereinsheim in der Batteriestraße (mit dem Schild Red Devils, später Red and White) und eine Gaststätte an der Schiffbrücke durchsucht wurden.

Heute ist Flensburg die größte Stadt im Landesteil Schleswig und Zentrum des deutsch-dänischen Grenzlandes. Die Stadt ist Universitäts- und Fachhochschulsitz und bis heute geprägt von Marine, Grenzhandel sowie ihrer Geschichte als Rumstadt. Aufgrund der schlechten Finanzlage der Stadt beschloss der Rat im Jahr 2006 den Verkauf des Kollunder Waldes an eine Privatperson.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Flensburg#Geschichte